Sichtbar wird man dann, wenn die Botschaft passt,…
Ich erinnere mich an einen Kunden, der hochmotiviert in die Selbstständigkeit gestartet war – spezialisiert, mit einem guten Produkt und voller Ideen. Er reiste von Netzwerk zu Netzwerk, sammelte Kontakte, doch die Auftragslage blieb mau.
Statt der Wunschkunden klopften ausgerechnet diejenigen an, von denen er sich eigentlich verabschiedet hatte. Das finanzielle Polster schmolz, der Druck wuchs, bis er irgendwann vor uns saß und auf ein schnelles Wunder hoffte.
Den Zahn mussten wir ihm leider ziehen, denn Wunder versprechen wir per se nicht und, selbst wenn ihm gerade eins begegnet wäre, hätte er es wahrscheinlich gar nicht erkannt. Betriebsblind und eingeschränktes Sichtfeld, sind Teil der Wahrheit und eher die Regel.
Was hilft, ist Strategie und Struktur sowie ein klarer Blick darauf, was man wirklich sichtbar macht und für wen. Und nicht zu vergessen: Ehrlich zu sich selbst sein.
Sichtbarkeit ist kein Zufallsprodukt. Es reicht nicht, überall dabei zu sein. Sichtbar wird man dann, wenn die Botschaft passt, die Haltung stimmt und die richtigen Menschen sich angesprochen fühlen.
Unser Kunde hat sich darauf eingelassen und gemeinsam mit uns seinen Fokus und sein Profil geschärft, seine Kommunikation neu sortiert und sich getraut, bewusst „Nein“ zu sagen.
Er hat verstanden, warum die Zielgruppe, von der er dachte, sie wäre seine, sich nicht angesprochen fühlte – und so einiges geändert.… und … Tataa! … Inzwischen zieht er auch genau die Kunden an, für die er ursprünglich angetreten ist. Und das fühlt sich schon fast ein bisschen nach Wunder an – nur eben mit Plan.
Genau das tun wir in unseren Sichtbarkeits-Workshops: Wir hören zu, stellen auch die unbequemen Fragen, legen mitunter den Finger in die wunden Punkte und sortieren das Chaos. Oft ist das harte Arbeit, für beide Seiten. Aber es lohnt sich.
(SoRa)





